Rechtzeitig weinen und in Ruhe erinnern

Manchmal ist Trauer mit Anforderungen verbunden: „Sei stark“, „Es ist vorbei“, „Weine nicht mehr“.

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Trauer lässt sich weder durch Worte beschleunigen noch durch auferlegtes Schweigen lindern.Heilung erfordert Zeit, Ehrlichkeit und Selbstmitgefühl.

Ohne Eile zu fühlen bedeutet, sich selbst zu erlauben, jede Emotion zu erleben, wenn sie kommt, auch wenn sie unangenehm ist, auch wenn man sie nicht erklären kann. Schmerz braucht Raum, keine schnellen Lösungen. In seinem eigenen Tempo beginnt er sich auch zu verwandeln.

Ohne Schuldgefühle zu weinen bedeutet anzuerkennen, dass Tränen keine Schwäche sind, sondern eine Möglichkeit, das, was man liebt, loszulassen und zu verstehen. Weinen bedeutet, den Körper das sagen zu lassen, was Worte nicht ausdrücken können.

Sich ohne Angst zu erinnern bedeutet zu verstehen, dass die Erinnerung selbst nicht schmerzt, sondern der Widerstand, sich ihr zu stellen. Mit der Zeit wird die Erinnerung milder: Sie hört auf zu verletzen und beginnt zu begleiten. Sich zu erinnern kann eine Form der Dankbarkeit sein.

Jeder Mensch durchlebt Trauer auf seine eigene Weise. Es gibt keine Formeln und keine Abkürzungen, nur den langsamen, aber stetigen Weg dessen, der sich entscheidet, nicht vor seinen Gefühlen davonzulaufen. Und in diesem Prozess versteht man Schritt für Schritt etwas Wesentliches: dass Liebe nicht endet, sondern nur ihre Form ändert.

Um Hilfe zu bitten, über das zu sprechen, was wehtut, oder die Begleitung anderer Menschen anzunehmen, ist ebenfalls Teil des Weges. Trauer hat keine festen Zeitvorgaben und es gibt nicht nur einen einzigen Weg, sie zu erleben. Aber sie kann ein begleiteter, respektvoller und menschlicher Prozess sein.


Du verdienst eine Trauerphase, die dir ermöglicht, zu heilen, mit Liebe zurückzublicken und mit Frieden weiterzumachen.

hoalfdks

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